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Archiv für die Kategorie „Tagungen“

Tagung: Wie kann man nur dazu forschen? – Themenpolitik in der Europäischen Ethnologie – Innsbruck, 3.- 5. November 2017

Montag, 10. Juli 2017

Was macht für die Europäische Ethnologie/Volkskunde ein “gutes” Thema aus und wann ist ein Thema “schlecht”? Welche Forschungsgebiete, theoretischen Zugänge und methodischen Ansätze werden fachintern marginalisiert oder abgewertet? Im Zentrum der Tagung stehen der Zusammenhang von Fach- und Themenpolitik sowie mögliche Umgangsmodi des Faches  mit solchen Tendenzen. Dazu sollen in einer analytischen Perspektive die implizit mitgeführten Klassifizierungsmechanismen von Themen explizit gemacht werden. In diesem Kontext werden Prozesse der Herstellung hegemonialer Meinungen über die Güte von Themen aufgrund von Paradigmenwechseln, Turns & Trends und der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Fachgeschichte, dem Fachhabitus und mit Wissenskulturen thematisiert. Ziel ist die Reflexion von Tabus, blinden Flecken, Bewertungs- und Ausschlussprozessen im Kontext der intrafachlichen Diskursivierung von Forschungsgegenständen. Diese kann sich  beispielsweise auf die – vermeintliche –  Relevanz vs. Irrelevanz von Themen, die Wahrnehmung von Forschungen zum Devianten und deren potentielle Auswirkungen auf die Karriere  oder das symbolische Kapital und die Anerkennung der Forschenden beziehen. Daneben werden politische und strategische Überlegungen bei der Themenfindung, etwa im Kontext von Drittmittelförderung und Exzellenzinitiativen, diskutiert.

cfp vom 14.11.2016 http://www.hsozkult.de/event/id/termine-32537

Tagungsort:
Altes Universitäts‐Hauptgebäude, Saal University of New Orleans, Innrain 52, A-6020 Innsbruck

Teilnahme:
Aus Platzgründen ist nur eine begrenzte Personenanzahl möglich, Teilnahme daher nur nach vorheriger Anmeldung unter europ-ethnologie@uibk.ac.at bis zum 15.10.2017
(Kostenbeitrag:  € 30,- / erm. € 15,- ; Bezahlung vor Ort)

Programm

Fr., 03.11.2017
16:30h                   Eröffnung
16:45h                   Einführung: Timo Heimerdinger (Innsbruck) / Marion Näser-Lather (Marburg): Gute Themen, schlechte Themen
17:30h                   Jens Wietschorke (München/Wien): Does that matter? Wissensanthropologische Überlegungen zum Relevanzkriterium in der kulturwissenschaftlichen Forschung.
18:15h                   Kaspar Maase (Tübingen): ‘Volk und Kunst’: ein Thema des 18. Jahrhunderts als Gegenstand ‘positiver Anthropologie’ im 21. Jahrhundert?
19:30h                   Empfang

Sa, 04.11.2017
9:00h                      Silke Göttsch-Elten (Kiel): Forschen im Mainstream? Positionierungen zwischen Exzellenz und Förderlinien
9:45h                      Stefan Groth (Zürich): Makro-Trends als Forschungsthema? Europäisch-ethnologische Themenbegrenzung am Beispiel der „Mitte“
10:30h                   Kaffeepause
11:00h                   Christine Bischoff (Hamburg): Nobilitierung von Erfahrungswissen – Methodenkompetenz als Programmatik in der Europäischen Ethnologie?
11:45h                   Sarah Kleinmann (Dresden) / Merve Lühr (Dresden): Psychoanalyse in der Europäischen Ethnologie!? – Auf den Spuren einer Theorie und Methode
12:30-14:00h     Mittagspause
14:00h                   Jonathan Roth (Mainz): Die dunkle Seite der Macht. Themenpolitik zu politischen Themen
14:45h                   Bernd Jürgen Warneken (Tübingen): Rechts liegen lassen? Über das europäisch-ethnologische  Desinteresse an „konventionellen“ Unter- und Mittelschichten
15:30h                   Kaffeepause
16:00h                   Andreas Hartmann (Münster): Ethos und Eros volkskundlichen Fragens
16:45h                   Lydia Maria Arantes (Graz): Das Stricken als volkskundlich-kulturanthropologischer Forschungsgegenstand. Ein leidiges Thema
19:30h                   gemeinsames Abendessen

So, 5.11.2017
9:00h                      Karl Braun (Marburg): Die Zipfelmütze erforschen? Longue duree – Pathosformel – Hermeneutik
9:45h                      Cornelia Renggli (Zürich): „Behinderung? Das ist doch eher was für die Sonderpädagogik.“ Plädoyer für eine thematische Offenheit der Europäischen Ethnologie
10:30h                   Kaffeepause
11:00h                   Karin Bürkert (Tübingen): Von „Harakiri“ und „gefährlichen Menschen“ – Überlegungen zum Wagnis der (Brauch-) Forschung im gesellschaftlichen Auftrag
11:45h                   Mirko Uhlig (Mainz): Lachen im, mit und über das Feld? Über das legitime und illegitime Verhältnis zu Forschungsfeld und -gegenstand
12:30h-13:00     Abschluss und Tagungsende


Univ.-Prof. Dr. Timo Heimerdinger
Europäische Ethnologie – Universität Innsbruck
Tel.: +43 – (0)512 – 507 – 4430
E-Mail: timo.heimerdinger@uibk.ac.at
http://www.uibk.ac.at/geschichte-ethnologie/mitarbeiterinnen/univ-prof/heimerdinger-timo/

Vorankündigung: Tagungsband “Dimensionen des Politischen”

Dienstag, 20. Juni 2017

Johanna Rolshoven / Ingo Schneider (Hrsg.): Dimensionen des Politischen. Ansprüche und Herausforderungen der Empirischen Kulturwissenschaft. Ca. 370 Seiten. November 2017

Der Tagungsband zur 28. Österreichische Volkskundetagung vom 25. Mai – 28. Mai 2016 in Graz: “Dimensionen des Politischen. Ansprüche und Herausforderungen der Empirischen Kulturwissenschaft”, erscheint im November 2017.

Dimensionen des Politischen versammelt Beiträge aus der deutschsprachigen Kulturanthropologie und Europäischen Ethnologie, die sich als empirische Kulturwissenschaften mit alltagsweltlichen Forschungsfeldern befassen. Sie verstehen das Politische als Konzeption des Gesellschaftlichen und machen es im Alltag als ein Zusammenspiel von Interessen fest, die sich in Aushandlungsprozessen, Handlungsethiken, performativen Praktiken und subversiven Strategien manifestieren. Im thematischen Fokus der Auseinandersetzungen stehen Institutionen und Politiken, staatliche und nicht-staatliche Akteure, Mensch-Umwelt-Beziehungen, Kulturprojekte und Rechtsverständnisse, aber auch Kunst und Medientechnologien. Mit ethnografischen und diskursanalytischen Zugängen werden Strukturen sozialer Macht und Herrschaft in Praktiken und Sinngebungen des Alltags ausgemacht. Sie zeigen auf, dass politische Indienstnahmen von Kultur, auch von ‚Volkskultur‘, das Soziale und seine Machstrukturen überdecken und mit Ästhetisierungsstrategien zur Camouflage ökonomischer Interessen einhergehen.

Mit Beiträgen von Jens Adam, Beate Binder, Reinhard Bodner, Isabel Dean, Simone Egger, Katharina Eisch-Angus, Juriy Fikfak, Helmut Groschwitz, Miriam Gutekunst, Sabine Hess, Lee Hielscher, Ute Holfelder, Laila Huber, Theres Inauen, Elisabeth Keller, Konrad Kuhn, Judith Laister, Kaspar Maase, Ueli Mäder, Sebastian Pampuch, Elisa Rieger, Johanna Rolshoven, Martina Röthl, Stefanie Schmidt, Ingo Schneider, Klaus Schönberger, Alexandra Schwell, Maria Schwertl, Johanna Stadlbauer und Ove Sutter.

https://www.neofelis-verlag.de/kultur-sozialwissenschaften/dimensionen-des-politischen/

CfP: Tagung Innsbruck: “Wie kann man nur dazu forschen?” Themenpolitik in der Europäischen Ethnologie

Montag, 14. November 2016

 

“Wie kann man nur dazu forschen?” Themenpolitik in der Europäischen Ethnologie

 

3.-5. November 2017
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Innsbruck

 

Die volkskundliche Kulturwissenschaft Europäische Ethnologie kennzeichnet es, wie vielfach bemerkt worden ist, anhand von Detailproblemen und ausgehend von kleinen, dichten Beobachtungen bedeutsame, größere Zusammenhänge zu erschließen. Zunächst als “Andacht zum Unbedeutenden” (Sulpiz Boisserée) verspottet, versuchte die Volkskunde, “zu Unrecht Unterschätztes endlich ins rechte Licht zu rücken” (Warneken 1997).

 

Diese Nobilitierung des nur scheinbar Trivialen zum würdigen Forschungsgegenstand wurde zwar zur fachinternen Norm (Scharfe 1995), blieb jedoch stets ein Thema mit Diskussionsbedarf. So fragt Jens Wietschorke (2012): “Darf man als Alltagskulturwissenschaftler ein Thema überhaupt uninteressant finden?” Er schließt: “nicht immer ist das Unbedeutende zum Sprechen zu bringen”. Die Relevanz wie Irrelevanz von Forschungsgegenständen wird daneben auch im Kontext ethischer Erwägungen diskutiert. Dass ein jeder Gegenstand es wert sei, erforscht zu werden, problematisiert etwa Konrad Köstlin (1995) mit der Forderung nach gesellschaftspolitisch relevanter Forschung: “wir reiben uns immer weniger an der ersten Wirklichkeit, an Arbeitslosigkeit, Ungerechtigkeit, Wohnungsnot etc. Stattdessen traktieren wir lustvoll kleine, hochsymbolisch verpuppte Partien”.

 

In fachinternen Diskursen wird jedoch zum einen das angeblich Belanglose, das als “unspannend”, langweilig oder als gesellschaftlich irrelevant Erachtete zuweilen belächelt oder mit Verwunderung und Befremden zur Kenntnis genommen: Ist das “benutzte Taschentuch” ein Thema?

 

Zum anderen gelten Forschungen, die sich dem Devianten, im Fachdiskurs als moralisch verwerflich oder politisch falsch Angesehenen widmen, zum Teil – implizit oder explizit – als unangebracht oder werden beargwöhnt, verbunden mit der Zuschreibung eines kontagiösen Charakters von Forschungsgegenständen, denen das Potential einer Stigmatisierung der Forschenden innewohnt (vgl. Kirby und Corzine 1981): Wer möchte in und zu totalitären und gewaltaffinen religiösen Gemeinschaften wie der “Colonia Dignidad” forschen?

 

Dabei ist es ein Spezifikum des Faches, sich nicht nur für das Triviale, sondern auch für das Randständige und Abgründige zu interessieren. Maase und Warneken (2003) sprechen von den “Unterwelten der Kultur” als “wichtiges, charakteristisches Themenfeld”.

 

Im Rahmen wechselnder Konjunkturen entwickeln sich Mainstreamthemen zu randständigen oder marginalisierten Bereichen und vice versa, etwa auch, wenn das volkskundlich Traditionelle in einem impliziten Fortschrittsglauben für altmodisch oder überwunden erklärt wird. Das “Vielnamenfach” hat nicht nur zahlreiche Transformationen aufgrund von Paradigmenwechseln, Turns und der kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte durchgemacht, sondern unterliegt in Fachhabitus (Kaschuba 2013), Wissenskulturen und Forschungsperspektiven auch Moden und Trends (Bachmann-Medick 2006), die sich auf das symbolische Kapital der Forschenden und die Anerkennung innerhalb des wissenschaftlichen Feldes  auswirken können. Hinsichtlich der Reputation der Forschung spricht Warneken (1997) von der “Eingepasstheit in den Kanon der jeweils legitimen Kultur” – dies gilt auch für die Fachkultur.

 

Eine pejorative Bewertung von Forschungsgegenständen birgt die Gefahr der Standardisierung, Engführung und eines auf Akzeptanz und Sicherheit ausgerichteten konformistischen bzw. strategischen Verhaltens bei der Wahl von Themen beziehungsweise Methoden. Eine solche Dynamik widerspricht dem Selbstverständnis des Faches, sich mit alltagskulturellen Lebensäußerungen jeglicher Art auseinanderzusetzen und daher nicht nur eine entsprechende Offenheit für potentiell der Untersuchung würdige Gegenstände zu zeigen, sondern auch die Bereitschaft, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die eine ästhetische oder moralische Zumutung darstellen. Zudem widerspricht eine solche Themenpolitik der prinzipiellen Offenheit qualitativ-empirischer Forschung.

 

Die Tagung möchte in einer analytischen Perspektive auf die skizzierten Dynamiken und Aushandlungsprozesse die bislang vor allem implizit mitgeführten Klassifizierungsmechanismen von Themen explizit machen. Ziel ist dabei die Reflexion von Tabus, blinden Flecken, Bewertungs- und Ausschlussprozessen im Kontext der intrafachlichen Diskursivierung von Forschungsgegenständen. Die zu diskutierenden Aspekte sind auf unterschiedlichen Ebenen angesiedelt:

 

Programmatisch: Welche Themen gelten aus welchen Gründen als relevant beziehungsweise irrelevant? Wie hängen Konjunkturen und Moden zusammen mit geistesgeschichtlichen, historischen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen? In Bezug auf welche Themen werden welche methodischen Ansätze als angemessen betrachtet? Wer kann aufgrund welchen symbolischen Kapitals wie über seine Forschung sprechen und schreiben, wem wird die Deutungsmacht über den Stellenwert von Forschungsgegenständen zugeschrieben?

 

Daraus folgend forschungsstrategisch: Welche Forschungsgegenstände werden warum als geeignet vs. ungeeignet erachtet, Prestige und Anerkennung zu erzeugen? Wie wirkt sich die Wahl von Forschungsgegenständen in unterschiedlichen Stadien einer Forscher*innenkarriere aus?

 

Und schließlich: Wie soll das Fach Europäische Ethnologie/Kulturanthropologie/Volkskunde mit solchen Diskussionen umgehen?

 

Erwünscht sind sowohl konkrete Beispiele für die diskursive Verhandlung in diesem Sinne kritischer Forschungsthemen als auch Beiträge, die diese Dynamiken auf einer Metaebene im Sinne eines fachgeschichtlichen und –theoretischen Blicks beleuchten.

 

Wir bitten um Abstracts (max. 3000 Zeichen) samt knappen CV-Angaben per E-Mail bis zum 15.1.2017 an: europ-ethnologie@uibk.ac.at

 

Es sollte sich um neue und unveröffentlichte Beiträge handeln.

 

Zugesagte Keynotes: Silke Göttsch-Elten, Kaspar Maase, Bernd Jürgen Warneken, Jens Wietschorke

 

Idee und Organisation:

 

Dr. Marion Näser-Lather und Univ.-Prof. Dr. Timo Heimerdinger
Universität Innsbruck
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Innrain 52
A-6020 Innsbruck

 

Literatur:

 

Bachmann-Medick, Doris: Cultural Turns: Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften. Reinbek bei Hamburg 2006.

 

Kaschuba, Wolfgang: „Turns“ und „Tunes“: Zur Historizität ethnologischen Wissens. In: Zeitschrift für Volkskunde 109 (1), 2013, S. 1–27.

 

Kirby, Richard/Corzine, Jay: The contagion of stigma: Fieldwork among deviants. In: Journal of Qualitative Sociology 4 (3), 1981, S. 3–20.

 

Köstlin, Konrad: Der Tod der Neugier, oder auch: Erbe – Last und Chance. In: Zeitschrift für Volkskunde 91, 1995, S. 47–64.

 

Maase, Kaspar/Warneken, Bernd Jürgen: Der Widerstand des Wirklichen und die Spiele sozialer Willkür.  Zum kulturwissenschaftlichen Umgang mit den Unterwelten der Kultur. In: Dies. (Hg.): Unterwelten der Kultur. Themen und Theorien der volkskundlichen Kulturwissenschaft. Köln 2003, S.7–24.

 

Scharfe, Martin: Bagatellen. Zu einer Pathognomik der Kultur. In: Zeitschrift für Volkskunde 91 (1), 1995, S.1–26.

 

Warneken, Bernd Jürgen: Ver-Dichtungen. Zur kulturwissenschaftlichen Konstruktion von “Schlüsselsymbolen”. In: Rolf Wilhelm Brednich/Heinz Schmitt (Hg.): Symbole. Zur Bedeutung der Zeichen in der Kultur. Müns-ter u.a. 1997, S. 549–562.

 

Wietschorke, Jens: Beziehungswissenschaft. Ein Versuch zur volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Epistemologie. In: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde LXVI, 2012, S. 325–359.

Graz: Tagung CULTURAL ANTHROPOLOGY MEETS ARCHITECTURE II

Montag, 3. Oktober 2016

CULTURAL ANTHROPOLOGY MEETS ARCHITECTURE II

Das Feste + Das Bewegliche

Das Wunderbare + Das Nützliche

Interdisziplinäre Tagung zu Mobilitäten in der Architektur

Bauprojekte, die dem gegenwärtigen Gesellschaftswandel

angemessen sind, erfordern dialogische Methoden und

Prinzipien. Während die Architektur in Planung und Entwurf

idealisierte Lebensweltbezüge formuliert, sind Wohnalltage

durch bedeutungsstiftendes Aushandeln geprägt. Das Bewegliche

der Raumnutzungen muss sich mit dem Festen des

gebauten Raumes arrangieren. Architektur und Investorenpolitik

kollidieren daher häufig mit den stets dynamischen

und konfliktuellen Alltagsperspektiven.

Der Forschungsdialog zwischen Kulturanthropologie und

Architektur findet bereits zum zweiten Mal in Graz statt und

möchte zu fächerübergreifenden Impulsen über Planung,

Herstellung und Aneignung von Räumen anregen. Das

Symposium richtet sich an Gäste aus allen Disziplinen, die

sich vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen

mit Raumproduktion, Raumentwicklung und

Raumaneignung auseinandersetzen.

VeranstalterInnen:

FORUM STADTPARK

TU Graz: Manfred Omahna, Institut für

Tragwerksentwurf / Franziska Hederer,

Institut für Raumgestaltung

KF-Uni Graz: Johanna Rolshoven,

Institut für Kulturanthropologie

Um Anmeldung wird gebeten!

Veranstaltungsdauer: Do 10. bis Fr 11. November 2016
Veranstaltungsort: Forum Stadtpark, Stadtpark 1, 8010 Graz Austria
Donnerstag 10.11.2016
19.00 Uhr
Begrüßung
Franziska Hederer

19.15 – 20.30 Uhr
Albena Yaneva
From Reflecting in Action towards Mapping of the Real

21.00 Uhr
Präsentation des Workshops der Studierenden
Leitung: Vera Hagemann
Freitag 11.11.2016

9.00 Uhr
Begrüßung
Heidrun Primas

Einführende Worte
Franziska Hederer
Manfred Omahna
Johanna Rolshoven

9.30 Uhr
Andrea Rieger-Jandl
Eine gemeinsame Sprache finden

10.15 Uhr
Günther Prechter
Architektur als soziale Praxis

11.00 – 11.30 Uhr
Kaffeepause

11.30 Uhr
Lars Frers
Architektur und Sinn in Bewegung: Reibungen und Turbulenzen

12.15 Uhr
Elke Krasny
Urbane Einmischung

13.00 – 14.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Helmut Voitl und Elisabeth Guggenberger
Flüchtlingsprojekt im Waldviertel

14.45 Uhr
Herwig Spiegl / awg – Alles-wird-Gut-Architekten
Hotel Magdas – Wien

15.30 – 16.00 Uhr
Kaffeepause

16.00 Uhr
balloon
Platzgestaltung Wolfsberg

16.45 Uhr
Regina Bittner
Angefragt

17.30 Uhr
Schlussdiskussion

Prof. Dr. Johanna Rolshoven
Institutsleiterin
Institut für Vk & Kulturanthropologie
Karl-Franzens-Universität Graz
Attemsgasse 25/I
A-8010 Graz

Innsbruck: CfP: Zur Methode der ethnografischen Feldforschung/Popkongress 2017

Montag, 26. September 2016

Tagung: Zur Methode der ethnografischen Feldforschung

9. Jahrestagung der AG Populärkultur und Medien in der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM), Popkongress 2017, 2. – 4. Februar 2017, Innsbruck

 

Die 9. Jahrestagung der AG Populärkultur und Medien hat mit der ethnografischen Feldforschung eine Forschungsmethode zum Gegenstand, die Van Maanen als „peculiar practice of representing the social reality of others through the analysis of one’s own experience in the world of these others“ (Van Maanen 2010: XIII) definiert. Das große Interesse, das die im Kontext der außereuropäischen Ethnologie entwickelte Methode derzeit in vielen sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen und besonders auch in der Populärkultur- und Medienforschung weckt, resultiert aus ihrem Zweck, eine Annäherung an die Wirklichkeitswahrnehmungen und Alltagspraxen anderer Menschen zu ermöglichen. Angesichts der Komplexität gesellschaftlicher Verhältnisse in der Spätmoderne – und mit dieser einhergehender gesellschaftlicher Phänomene wie Individualisierung und Rassismus – geht die Tagung davon aus, dass, „despite the problems it faces, the need for ethnography – away and at home – is greater than ever before“ (Van Maanen 2010: XI).

Die mit der Methode einhergehende Herausforderung, die von Van Maanen hier angesprochen wird, ist nicht nur dem Umstand geschuldet, dass es sich bei der ethnografischen Feldforschung weniger um eine klar umrissene Methode als vielmehr um ein flexibles Methodenbündel handelt, in dessen Zentrum teilnehmende Beobachtungen, informelle Gespräche und offene Interviews stehen. Die Herausforderungen resultieren vor allem daraus, dass die Methode die Subjektivität der forschenden Person als Methodeninstrument einsetzt; sind es doch ihre Wahrnehmungen und Erlebnisse, aus denen das Datenmaterial hervorgeht.

In jüngster Zeit wird die Subjektgebundenheit ethnografischen Feldforschens insbesondere unter dem Aspekt der vielfältigen sensuellen Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen thematisiert (Arantes u. Rieger 2014). Aber wie schon die Heftigkeit der Reaktionen auf die Veröffentlichung der Tagebücher Bronislaw Malinowskis in den 1960er Jahren zeigt, wohnt der Subjektgebundenheit des ethnografischen Feldforschens ein Irritationsmoment inne, das sich nicht einfach übergehen läßt. Eröffnet sich hier doch ein Spannungsfeld, dessen weitere Eckpunkte der Objektivitätsanspruch der Wissenschaft aber auch die Abhängigkeit der wissenschaftlichen Diskussion von übergreifenden symbolischen Ordnungen, Sinneskulturen und den begrifflichen Kategorien, die als Paradigmen die wissenschaftliche Diskussion ausrichten, bilden.

Insofern geht mit der Anwendung der Methode des ethnografischen Feldforschens auch die Notwendigkeit einher, diese Präsuppositionen sowie den Stellenwert, der hier der Subjektivität der forschenden Person zukommt, zum Gegenstand der Methodenreflexionen zu machen. Alexa Färber hat in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, eine Analogie zwischen der Subjektgebundenheit des ethnografischen Feldforschens und dem gesellschaftlichen Dispositiv des unternehmerischen Selbst zu ziehen (Färber 2008). Ein anderer Fokus ergibt sich aus der ethnopsychoanalytischen Forschungstradition, in der die subjektiven Irriationen der feldforschenden Person potentiell als ein Datum über die Kultur des untersuchten Feldes verstanden werden (Bonz 2016, Davies u. Spencer 2010, Devereux 1973).

Der Kanon der Populärkultur- und Medienforschung umfasst einige Klassiker, die auf der Grundlage ethnografischer Feldforschungen entstanden sind, wie Paul Willis’ (1978) Studie über Rocker und Hippies; Marie Gillespies (1995) Untersuchung der Mediennutzung durch Jugendliche in der Situation der Migration und Gerry Bloustiens (2003) Girl Making – A Cross-Cultural Ethnography on the Processes of Growing up Female. Der Ansatz der Tagung ist es, an diese Studien anzuknüpfen und nach aktuellen Erfahrungen mit ethnografischem Feldforschen zu fragen und hierbei Praxen des Feldforschens zu beschreiben und gemeinsam zu erörtern:

Wie lassen sich sinnvolle Feldforschungsnotizen schreiben und welche Funtion kann hierbei spezifischen Medien des Aufzeichnens zukommen? Eröffnen Medienwechsel alternative Wahrnehmungen des Feldes? Was verstehen wir unter dichten Beschreibungen? Wie intuitiv, systematisch, umfassend oder kleinschrittig kodieren wir Feldmaterial (Emerson et al. 1995)? Wie werden signifikante Ereignisse im Feld bzw. in den Feldnotizen erkannt? Welche Herausforderungen gehen mit der Online-Ethnografie (Koch 2014) einher bzw. mit der Untersuchung „medialer Räume“ (Zillinger 2015)? Sind computerunterstützte Auswertungsverfahren sinnvoll? Wie ist unser Verhältnis heute, gute zwanzig Jahre nach der Writing-Culture-Debatte, zur eigenen Autorschaft und in welchen Formen werden die Stimmen des Untersuchungsfeldes repräsentiert?

Zur Diskussion stehen dabei auch epistemologische Frage wie der Begriff des Feldes (Hess u. Schwertl 2013) und methdodologische Fragen wie, wieviel Teilnahme das teilnehmende Beobachten eigentlich verkraftet (Hitzler et al. 2016).

 

Um einen lebendigen Austausch zu befördern, kombiniert die Tagung verschiedene Präsentationsformate, zu denen jeweils Vorschläge eingereicht werden können:

  • Vorträge zur Praxis ethnografischer Methodenanwendung oder zur Methodologie
  • Redebeiträge zu einer Diskussionsrunde zur Subjektgebundenheit der Methode der ethnografischen Feldforschung.
  • Teilnahme bzw. Einbringung von Feldforschungsmaterial in eine Feldforschungssupervisionsgruppe nach dem Modell der ethnopsychoanalytischen Deutungswerkstatt.
  • Eine weitere Diskussionsrunde beschäftigt sich mit Perspektiven der AG Populärkultur und Medien, ihren Untersuchungsgegenständen, relevanten Forschungsfragen und dem Verhältnis der AG zu anderen wissenschaftlichen Institutionen; auch hierzu können Vorschläge eingereicht werden.
  • Unabhängig vom Tagungsthema wird ein Forschungsworkshop stattfinden, in dem aktuelle Forschungsprojekte in ihrer konzeptuellen Anlage bzw. in einzelnen Aspekten vorgestellt werden (siehe unten).

 

Die Tagung umfaßt außerdem eingeladene Vorträge (Keynotes) sowie die Mitgliederversammlung der AG mit turnusmäßiger Wahl der Sprecher*innen.

 

Bitte alle Einreichungen im Dateinamen mit Nachnamen der einreichenden Person, Kurztitel und Formatangabe bezeichnen und im pdf-Format speichern (Name_Kurztitel_Angabe des Formats.pdf).

 

Der Call for Papers endet am 15. November 2016.

Anmeldung und Information: joachim.bonz@uibk.ac.at

 

Veranstalter: PD Dr. J. Bonz, Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, in Kooperation mit Innsbruck Media Studies (IMS) und dem Institut für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung (PsyKo).

 

Soderformat Forschungsworkshop

 

Im Rahmen der Jahrestagung bietet die AG als integralen Bestandteil einen Forschungsworkshop an, der sich insbesondere an Doktorand*innen und Studierende aller Disziplinen richtet. Die Teilnehmer*innen erhalten im Workshop die Möglichkeit, ihre Qualifikationsarbeiten vorzustellen und sich mit konkreten Fragestellungen und Problemen an das Fachplenum der AG zu wenden. Der Fokus des Workshops liegt auf den jeweils spezifischen Herausforderungen, die sich bei der Durchführung einer Qualifikationsarbeit ergeben und soll insbesondere offene Fragen, theoretische, methodische und/oder konzeptionelle Herausforderungen thematisieren. Das wesentliche Ziel ist der problemzentrierte, konstruktive, kollegiale und lösungsorientierte Austausch über spezifische Probleme der vorgestellten Work-in-progress-Projekte. Um diesem Austausch mehr Raum zu geben, als es im Rahmen üblicher Vortrags- und Diskussionsformate möglich ist, ist der Workshop in zwei Phasen strukturiert:

Phase 1: Jeweils 10- bis 15-minütige problemzentrierte Vorträge der Workshop-Teilnehmer*innen

Phase 2: Gezielter Austausch in ca. 30-minütigen offenen Gruppengesprächen über die referierten Themen, Fragestellungen, Herausforderungen und Probleme

Organisation: Katja Kaufmann, Mario Anastasiadis, Sandra Mauler.

Der Forschungsworkshop ist ein grundsätzliches Angebot der AG Populärkultur und Medien. Einreichungen in diesem Rahmen sind daher ausdrücklich nicht an das Thema der Jahrestagung gebunden, sondern können aus dem gesamten thematischen Spektrum der Populären und Popkultur stammen. Die Teilnahme am Forschungsworkshop ist kostenlos und unabhängig von einer Teilnahme am Popkongress. Wir empfehlen jedoch die Teilnahme an der Jahrestagung, nicht zuletzt um dem Netzwerkgedanken Rechnung zu tragen.

Ein maximal 2-3 seitiges Proposal mit kurzem Lebenslauf, in dem das Thema, der Stand der Arbeit sowie die konkreten theoretischen, konzeptionellen und/oder methodischen Herausforderungen, die besprochen werden sollen, skizziert werden, bitten wir bis zum 15.11.2016 an forschungsworkshop@popkongress.de zu senden.

 

Quellen

 

Arantes, Lydia Maria; Rieger, Elisabeth (Hg.):  Ethnographien der Sinne. Wahrnehmung und Methode in empirisch-kulturwissenschaftlichen Forschungen. Bielefeld: Transcript 2014.

Bloustien, Gerry: Girl Making – A Cross-Cultural Ethnography on the Processes of Growing up Female. New York: Berghahn 2003.

Bonz, Jochen. Subjektivität als intersubjektives Datum im ethnografischen Feldforschungsprozess. In: Zeitschrift für Volkskunde, 112. Jahrgang (2016), Heft 1, 19-37.

Davies, James; Spencer, Dimitrina (Hg.): Emotions in the Field. The Psychology and Anthropology of Fieldwork Experience. Stanford: Stanford University Press 2010.

Devereux, Georges. Angst und Methode in den Verhaltenswissenschaften. München: Hanser 1973.

Emerson, Robert; Fretz, Rachel; Shaw, Linda: Writing Ethnographic Fieldnotes. Chicago u. London: University of Chicago Press 1995.

Färber, Alexa: Unternehmerische Dispositionen ethnografischer Praxis und ihre taktische Verwertbarkeit: Sieben Thesen. In: Windmüller, Sonja; Binder, Beate; Hengartner, Thomas (Hg.): Kultur-Forschung – Zum Profil einer volkskundlichen Kulturwissenschaft, Berlin: Lit 2009, 178-194.

Gillespie, Marie: Television, Ethnicity and Cultural Change. London und New York: Routledge 1995.

Hess, Sabine; Schwertl, Maria: Vom „Feld“ zur „Assemblage“? Perspektiven europäisch-ethnologischer Methodenentwicklung – eine Hinleitung. In: Dies. u. Moser, Johannes (Hg.): Europäisch-ethnologisches Forschen. Neue Methoden und Konzepte. Berlin: Reimer Verlag 2013, 13-37.

Hitzler, Ronald; Kreher, Simone; Poferl, Angelika; Schröer, Norbert (Hg.): Old School – New School? Zur Frage der Optimierung ethnographischer Datengenerierung. Essen 2016: Oldib.

Koch, Getraud: Ethnografieren im Internet. In: Bischoff, Christine; Oehme-Jüngling, Karoline; Leimgruber, Walter (Hg.): Methoden der Kulturanthropologie. Bern Haupt 2014, 367-382.

Van Maanen, John. Tales of the Field. On Writing Ethnography (Second Edition). Chicago u. London: University of Chicago Press 2011.

Willis, Paul: Profane Culture. London: Routledge & Kegan Paul 1978.

Zillinger, Martin: Was sind mediale Räume? In: Ders. u. Bender, Cora (Hg.): Handbuch der Medienethnographie. Berlin: Reimer 2015, 173-186.

 

 

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PD Dr. phil. Jochen Bonz
Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie
Leopold Franzens Universität Innsbruck
Tel. 0043 512 507 4436

Migration und Europa in kulturwissenschaftlicher Perspektive (Kongress Univ. Vechta, 6. bis 8. Oktober 2016)

Montag, 13. Juni 2016

Die Wahl des Themas “Migration und Europa in kulturwissenschaftlicher Perspektive” bezieht sich auf die vielfältigen gegenwärtigen Formen der Migra­tion auf dem Kontinent und die Frage nach den kulturellen Interpretationen und Implikationen. Damit ist ein hochaktuelles Thema gewählt, zu dem seitens der Kulturwissenschaften neuartige Ant­worten erwart­bar sind, da sie durch ihre transdisziplinäre und transkulturelle Ausrichtung in besonderer Weise prädesti­niert sind, eine Übersetzung wissenschaftlicher Konzepte und Ergebnisses aus theore­tisch-analytischer Sphäre in die gesellschaftliche Handlungswelt zu leisten. Obgleich Migrationsbewegun­gen eine Konstante in der Menschheitsgeschichte darstellen, werden sie im gesellschaftlichen Diskurs oft als Ausnahme­erscheinungen beschrieben und als krisenhafte Momente wahrgenommen. Dies ist der Tatsache geschul­det, dass in Politik, Gesellschaft und den Medien vielfach eine Konzeption von Kulturen als weitgehend homogenen und abgeschlossenen Gemeinschaften dominiert; nationale und kulturelle Identitätsdiskurse überblenden dabei die immer auch vorhandenen transkulturellen Dynamiken und Prozesse der Hybridi­sierung. Europa verändert sich seit Jahrzehnten durch Prozesse von Binnenwanderung und aktuell durch Migrationsbewegungen etwa aus dem Mittleren und Nahen Osten, diversen Regionen Afrikas, und aus Afghanistan. Die Aufnahme, Anerkennung und Integration von Migranten und Migrantinnen bringen unterschiedliche kulturelle Deutungsmuster und einen Kampf um Deutungshoheit in der politischen und medialen Öffentlichkeit mit sich. Die Forderung nach einer Politik der offenen Grenzen steht der nach nationaler und territorialer Abschottung entgegen, wobei die Vorstellung der äußeren und inneren Grenzen Europas neu verhandelt wird: Die Idee vom ‘Haus Europa’ konkurriert mit dem Bild der ‘Festung Europa’.

In rund 20 Panels mit mehr als 70 Vortragenden ist es die Zielsetzung der Kongresses, sowohl Diskurse und Praktiken in Migrationsprozessen als auch ästhetische, (massen-)mediale, literarische und künstlerisch-objektbezogene Darstellungen von Migration kulturwissenschaftlich zu erkunden.

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Donnerstag, 6. Oktober 2016

ab 12:30 Anmeldung

13:00 – 14:00 1. Treffen kulturwissenschaftlicher Netzaktivisten

14:00 Begrüßung und Eröffnung  (Präsident, Vizepräsident für Forschung & Nachwuchsförderung,  Vorsitzende der KWG)

14:30 – 16:15 Panels

- Übersetzte Figurationen: Räumliche Entwürfe europäischer “Kultur”

- Migrationsgeschichten in Objekten

- Diversität à l’européene zwischen Standards und Lebenswelten

- Nachwuchspanel Kulturvermittlung/Berufspraxis

16:15 – 16:45 Kaffeepause

16:45 – 18:00 Workshops der KWG-Sektionen:

- Materielle Kulturen

- Medienkulturen/Kulturmedien

- Wissenskulturen

19:00  Lesung mit Empfang im Rathaus: Abbas Khider stellt sein Buch “Ohrfeige” vor.

 

Freitag, 7. Oktober 2016

9:00 – 10:45 Panels

- Postmigrantische Kulturforschung – europäische Perspektiven (1)

- Kulturwissenschaften und die Herausforderung kulturalistischer Xenophobie

- Mediale Darstellungen und massenmediale Diskurse

- Migrationsliteratur (1)

- Theoretische Perspektiven auf Migration (1)

10:45 – 11:15 Kaffeepause

11:15 – 13:00 Panels

- Konzepte von Anerkennung aus interkultureller Perspektive

- Postmigrantische Kulturforschung – europäische Perspektiven (2)

- Migrationsliteratur (2)

- Diskurse und Praktiken im Migrationsalltag (1)

- Theoretische Perspektiven auf Migration (2)

13.00 – 14:00 Mittagspause

14:00 – 15:45 Panels

- Übersetzte Figurationen: Räumliche Entwürfe europäischer “Kultur”

- Diversität à l’européene zwischen Standards und Lebenswelten

- Migration und ‘Über-Setzen’: Afrika – Europa in der Filmkunst

- Klimaflucht und Kulturökologie

15:45 – 16:15 Kaffeepause

16:15 – 17:30 Workshops der KWG-Sektionen

- Kulturphilosophie und -theorie

- Sprache und Kommunikative Praktiken

- Historische Anthropologie

- Ad-hoc-Gruppe Intertraditionale Wissenskulturen

17:45 – 20:00 Mitgliederversammlung

20:00 Abendessen

Samstag, 8. Oktober 2016

9:00 – 10:45 Panels

- Konjunkturen in der Krise? Zum Aufleben eines alten Begriffs in den transdiziplinären Kulturwissenschaften

- Diskurse und Praktiken im Migrationsalltag (2)

- Migrationsgeschichten in Objekten

- Räume, Grenzen, Identitäten

- Kritische Methodologie: Ansätze in den Kulturwissenschaften

10:45 – 11:15 Kaffeepause

11:15 – 12:45 Fortsetzung der Workshops aller KWG-Sektionen

12:45 – 13.15 Mittagssnack

13:15 – 14:45 Podiumsdiskussion “Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Migration und Europa”:

Christian Geulen (Koblenz), Radostin Kaloianov (Wien), Michael Klemm

(Koblenz)

Moderation: N.N.

14:45 Ende der Tagung

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Prof. Dr. Gabriele Dürbeck

Driverstraße 22-26, 4377 Vechta

gabriele.duerbeck[at]uni-vechta[dot]de

Homepage

<https://www.uni-vechta.de/kulturwissenschaften/preview/tagung-migration-und-europa/migration-und-europa-in-kulturwissenschaftlicher-perspektive/>

“Dimensionen des Politischen. Ansprüche und Herausforderungen der Empirischen Kulturwissenschaft” – Internationale Fachtagung: 25.-28. Mai 2016 in Graz

Dienstag, 23. Februar 2016

Der Begriff des Politischen bezeichnet unterschiedliche Handlungsebenen und Referenzsysteme: zum Ersten das Regierungshandeln im Rahmen eines Systems aus Gesetzen, Institutionen und Personen, zum Zweiten politisches Handeln in einem zivilgesellschaftlichen Sinne des individuellen und kollektiven Eintretens für (politische) Ziele (diskutieren, wählen, organisieren, demonstrieren), zum Dritten lässt sich politisches Handeln in einem lebensweltlichen Sinne als produktives Alltagshandeln begreifen. Ihm liegt im Gegensatz zu einem bürokratischen und ideologischen Politikverständnis keine regionale, sondern eine „Weltorientierung“ zugrunde, die – so Hannah Arendt – grundsätzlich die Möglichkeiten des menschlichen Handelns in den Blick nimmt. Diese unterschiedlichen begrifflichen Auffassungen lassen sich in kulturanalytisches Arbeiten übersetzen. Sie erlauben es, Gegenstand, Methode und auch Fachgeschichte in Hinblick auf Dimensionen des Politischen kritisch zu beleuchten.

Die Thematik „Dimensionen des Politischen“ bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte mit der empirischen Kulturwissenschaft Volkskunde/Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie. Die Tagung setzt sich zum Ziel, unterschiedliche Ebenen und Probleme sowohl des Fachverständnisses als auch der aktuellen politischen Entwicklungen zu diskutieren. Diese Ebenen reichen vom Erkenntnisinteresse des Faches, über die Wahl seiner Methoden, die kritische Frage seines gesellschaftlichen Nutzens und der Anwendungszusammenhänge seiner Forschungsergebnisse bis hin zur Konzeption von empirischer Forschung in politischen Feldern. Ihnen zugrunde liegt eine differenzierte Betrachtung je zeitgenössischer historischer Kontexte und fachspezifische wie interdisziplinäre Begriffsbestimmungen des Politischen. Die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart verlangen nach wissenschaftlich gestützten politischen Lösungen, die die – von der Volkskunde /Kulturanthropologie geleistete – Augenhöhe mit der Zivilbevölkerung herzustellen vermag.
Aufbauend auf der Expertise der TeilnehmerInnen internationaler Provenienz und vor dem Hintergrund ihrer (empirischen) Forschungen soll die zukünftige Ausrichtung einer kultur- und gesellschaftswissenschaftlichen Politikanthropologie in europäischen Kontexten diskutiert werden.

Aktuelles Programm: Dim des Politischen Programm (2)

Online-Informationen und Anmeldung unter: http://das-politische-2016.uni-graz.at

Anmeldefrist: 31. März 2016

Tagungsgebühr regulär: € 20,-
Tagungsgebühr ermäßigt*: € 10,-

Nach Ablauf der Anmeldefrist erhöht sich der Tagungsbeitrag:

Tagungsgebühr nach 31. März 2016 regulär: € 30,-
Tagungsgebühr nach 31. März 2016 ermäßigt*: € 15,-

*Ermäßigung für alle Studierende und DissertantInnen einer Hochschule.

Anmeldung unter: daspolitische2016_info@uni-graz.at

Oder online: http://das-politische-2016.uni-graz.at/de/anmeldung/online-anmeldung/

 

Zur Tagung

Die 28. Österreichische Fachtagung für Europäische Ethnologie, Kulturanthropologie & Volkskunde findet von 25.-28. Mai 2016 unter dem Titel Dimensionen des Politischen. Ansprüche und Herausforderungen der Empirischen Kulturwissenschaft in Graz statt. Sie wird vom Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Karl-Franzens-Universität Graz zusammen mit dem Österreichischen Fachverband für Volkskunde und dem Verein für Volkskunde veranstaltet.

 

Wir würden uns sehr freuen Sie in Graz begrüßen zu dürfen!

Mit herzlichen Grüßen,

Ruth Eggel
(Für das Tagungsteam des Instituts für Volkskunde und Kulturanthopologie, Graz)

Antrittsvorlesung Klaus Schönberger, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Mittwoch, 25. November 2015

Seit Jänner 2015 ist Klaus Schönberger Universitätsprofessor am Institut für Kultur-, Literatur- und Musikwissenschaft. Seine Antrittsvorlesung hält er am 3. Dezember zum Thema „Kultur als Untersuchungsgegenstand und als Analysekategorie: Prolegomena zu einer Kulturanthropologie der Alpen-Adria-Region“

Donnerstag, 3. Dezember 2015
18.00 Uhr c. t.
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Stiftungssaal der Kärntner Sparkasse (K.0.01)

Zum Inhalt des Vortrags
„Kultur als Untersuchungsgegenstand und als Analysekategorie: Prolegomena zu einer Kulturanthropologie der Alpen-Adria-Region“

Eine Kulturanthropologie (in) der Alpen-Adria-Region steht vor der Aufgabe einen weiten Kulturbegriff (selbst-)verständlich zu machen. Als historisch argumentierende Alltagswissenschaft analysiert sie ihren Untersuchungsgegenstand aber nicht nur als Text, Zeichen oder Werk, sondern versteht „Kultur” als in sozialen Kontexten gerahmt und soziale Kontexte per-formierend. Ein solches Kulturverständnis stellt ahistorischen und homogenisierenden Vorstellungen von „unserer Kultur” oder einem „schon immer” gegebenen Volkstum eine relationale Analyse gegenüber. Kultur als heuristisches Analyseinstrument durchquert dichotome Gegenüberstellungen von Struktur und Handlung sowie Basis und Überbau, es überwindet deterministisches Denken und erschöpft sich nicht in herrschaftsgeschichtlichen Chronologisierungen, Großerzählungen bzw. linearer Modernisierungstheorie.
Die für Klagenfurt zu entwickelnde Kulturanthropologie (in) der Alpen-Adria-Region überschreitet die eingeschränkte Perspektive einer heimat- und volkstümelnden Volkskunde. Mittels des Konzepts von “Contentious Cultural Heritage” soll die hier zu entfaltende relationale Kulturanalyse (auch im Sinne einer vergleichenden Europäischen Ethnologie) einen Beitrag zu einer (europäischen) Imagination beisteuern, in der Differenzen und Widersprüche selbstverständlicher Teil des Gemeinsamen sind und sein dürfen.

Zur Person

Klaus Schönberger, geboren 1959 in Marbach am Neckar, ist seit Jänner 2015 Professor für Kulturanthropologie am Institut für Kultur-, Literatur- und Musikwissenschaft der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. 1986 absolvierte Schönberger das Studium der Empirischen Kulturwis-senschaft, Neueren Geschichte und Neueren Deutschen Literatur an der Universität Tübingen und in Aix-en-Provence. 1994 promovierte er an der Universität Tübingen mit einer Arbeit über die „Arbeiterbewegungskultur in Dorf und Kleinstadt“. 2005 bis 2008 war Schönberger wissenschaftlicher Koordinator des „Forschungskollegs Kulturwissenschaftliche Technikforschung“ an der Universität Hamburg, wo er sich 2010 im Fach Kulturanthropologie/Volkskunde habilitierte. 2009 bis 2014 hatte Klaus Schönberger die Dozentur für Kultur- und Gesellschaftstheorie an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) inne und leitete dort die Vertiefung „Theorie“ am Departement Kunst und Medien. Am Institut für Theorie und am Institut für Gegenwartskünste war er für diverse Forschungsprojekte verantwortlich.
Seine wissenschaftliche Laufbahn führte ihn an weitere Forschungsinstitutionen in Tübingen (Forschungsinstitut für Arbeit, Technik und Kultur und Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Universität Tübingen), Stuttgart (Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg) und Chemnitz (Forschergruppe „Neue Medien im Alltag“ der Technischen Universität).

Forschungsschwerpunkte:
Soziokultureller Wandel, Alltagskultur, Ästhetisierungsprozesse (audio-visuelle), Cultural Heritage, Wandel der Arbeit, kulturwissenschaftliche Technikforschung und soziale Bewegungen

Tagung: “Bewegtbilder und Alltagskultur(en) – von Super 8 über Video zum Handyfilm. Praktiken von Amateuren im Prozess der gesellschaftlichen Ästhetisierung”

Montag, 21. September 2015

Die Abteilung Kulturanthropologie des Instituts für Kultur-, Literatur- und Musikwissenschaft und der interdisziplinäre Arbeitskreis Visuelle Kultur der Alpen-Adria Universität laden ein zur interdisziplinären Tagung

“Bewegtbilder und Alltagskultur(en) – von Super 8 über Video zum Handyfilm. Praktiken von Amateuren im Prozess der gesellschaftlichen Ästhetisierung”.

Donnerstag, 29.10.2015, 14 Uhr – Samstag, 31.10.2015, 15 Uhr, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Tagungsgebühr wird nicht erhoben
Information, Hinweise: https://bewegtbilder.wordpress.com

Organisation/Konzept:
Univ. Prof. Dr. Klaus Schönberger (Abt. Kulturanthropologie am Institut für Kultur-, Literatur- und Musikwissenschaft der AAU)
Dr. Ute Holfelder (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) der Universität Zürich sowie ständige Lehrbeauftragte an der AAU

Kontakt, Anmeldung: christina.vanek(at)aau.at

Konferenzwebseite: https://bewegtbilder.wordpress.com/

Rahmenprogramm
Am ersten Abend der Tagung erfolgt die Vernissage der Ausstellung #crescendo von Eva Paulitsch & Uta Weyrich im Museum Moderne Kunst Kärnten (MMKK) => http://www.mmkk.at/30782_DE-Donnerstag, 29.10.2015, 19.15, Museum Moderne Kunst Kärntnen, Burggasse 7, 9020 Klagenfurt
Darüber hinaus freuen wir uns Thomas „Kaktus“ Grundm Streetworker aus Jena-Winzerla und Filmchronist der oppositionellen Jungen Gemeinde in der DDR zu einem Vortrag mit historischem Filmmaterial über „DDR-Opposition in Super 8 – ‚Seit 1985 erzähle ich gerne Geschichten in 25 Bildern/Sekunde’“ begrüssen zu können.

Programm

Donnerstag, 29.10. 2015, Museum Moderner Kunst Kärnten, Burggasse 8, 9020 Klagenfurt

14.00-14.30 Eröffnung und Begrüßung

14.30-15.15 Keynote I
Prof. Dr. Thomas Hengartner, Universität Zürich
Die Ich-Konsole: Wie aus dem Yuppie-Lutscher ein Selbstausdrucks- und -speicherungsmedium wurde.
Ein Beitrag zur Selbst-Technik-Geschichte.

15.15-16.00 Keynote II
Univ. Prof. Dr. Rainer Winter, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt / Dr. Carsten Heinze, Universität Hamburg
Soziale Bezugsfelder von Film und Bewegtbild: Neue Herausforderungen aus filmsoziologischer Perspektive

16.00-16.30 Kaffeepause

16.30-17.00 Paolo Caneppele/Raoul Schmidt, Österreichisches Filmmuseum, Wien
Abenteuer Alltag. Zur Archäologie des Amateurfilms, Buchvorstellung, Reihe FilmmuseumSynemaPublikationen Österreichisches Filmmuseum

17.00-17.30 Stephan Grundei, M.A., Dr. Renée Winter, Österreichische Mediathk, Wien
Amateurvideos sammeln. Das AV-Archiv als Kommunikationsraum

17.30-18.15 Dr. Ute Holfelder/ Christian Ritter, SNF-Projekt Handyfilme, ISEK – Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft, Populäre Kulturen, Universität Zürich und Zürcher Hochschule der Künste, ZHdK
Handyfilme als Jugendkultur – Präsentation der Zürcher Studie zur Nutzung von Handyfilmen von Jugendlichen in der Schweiz, UVK-Verlag

18.15-19.15 Pause

19.15-20.15 Uta Weyrich & Eva Paulitsch, Institut für Gegenwartskünste der Zürcher Hochschule der Künste (künstlerische Mitarbeiterinnen im SNF-Projekt Handyfilme, Zürich)
Vernissage #crescendo

Christine Wetzlinger-Grundig (MMKK – Museum Moderne Kunst Kärnten)

Univ. Prof. Dr. Klaus Schönberger (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)
Ethnografisch und künstlerisch mit und über Handyfilme forschen

20.15 Kongress-Abendessen

Freitag, 30.10. 2015, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Z.1.09
Historische Erkundungen

9.30 -10.15 Keynote III
Prof. Dr. Alexandra Schneider, Universität Mainz
Däumlingsfilme und Schmalfilmformate: Zu einer Archäologie des privaten Films

10-30.-11.00 Dr. Ulrich Hägele, Universität Tübingen
Learning by doing – Walter Kleinfeldts Familienfilme 1925-1940 und was wir heute darin sehen können

11h-11.30 Kaffeepause

11.30-12.00 Andrea Graf M.A., Universität Bonn
Lechenich auf 8mm. Erinnerungen an die 60er Jahre – Aspekte eines Filmprojekts

12.00-12.30 Michael Geuenich M.A./ Sebastian Thalheim M.A., Universität Münster
Bilder für den Speicher. Über Verwendungspraxen des privat-familialen Schmalfilms

12.30-13.30 Mittagspause

Professionelle Amateure?
13.30-14.15 Keynote IV
Prof. Dr. Ramón Reichert, Wien
Bewegtbilder als Schwellenobjekte. Experimentalordnungen auf YouTube

14.15-14.45 Benjamin Eugster, M.A., Universität Zürich
Putting Creative Tools in the Hands of Individuals’ – Informelle Mediensozialisation durch Videoschnittsoftware

14.45-15.15 Stella Drassdo/Lena Strehmann, Universität Wien
Handyfilme von HundebesitzerInnen

15.15-15.45 Dr. Marion Hamm, Universität Graz
Bewegtbildpraktiken als Mittel der politischen Kommunikation: Mobilisierung, Reflexion und politische Subjektivierung mittels aktivistischer Videoclips

15.45-16.15 Kaffeepause

Jugendkulturelle Praktiken

16.15-16.45 Dorothea Grießbach, Dipl., HafenCity Universität Hamburg
Mein Channel – meine Chance? Audiovisuelle Selbstrepräsentationen jugendlicher Video- und YouTube-Akteure aus einem lokalen Hamburger Kontext

16.45-17.15 Dr. Petra Missomelius, Universität Innsbruck
Visuelle Tagebücher: online-Videokulturen Jugendlicher

17.15-17.45 Kaffeepause

17.45-18.15 Medina Velic, Mag.a, Universtität Graz
Muslimisch – Jugendlich – Sichtbar

18.15-18.45 Dr. Stefan Wellgraf, Europa-Universität Viadrina
Aufgedreht. Adaptionen des „Gangnam Style“ und „Harlem Shake“ durch Berliner Hauptschüler

Abendveranstaltung im Kinomuseum am Lendkanal, Wilsonstraße 37, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

20.00-21.30 Thomas „Kaktus“ Grund, Jena
DDR-Opposition in Super 8 – “Seit 1985 erzähle ich gerne Geschichten in 25 Bildern/Sekunde”

Samstag, 31.10. 2015, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Z.1.09
Medienpädagogische Annäherungen

9.30-10.00 Tine Nowak M.A., Technische Universität Darmstadt
CU on YouTube – Informelle Mobilvideopraxen von Kindern und Jugendlichen

10.00-10.30 Jasmin Böschen, Universität Hamburg/ Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK)
Potenziale mobiler Endgeräte im Kunstunterricht und ihr Beitrag zur Filmbildung in der Schule

10.30-10.45 Kaffeepause

Zukünftige Praktiken?

10.45-11.15 Stefan Postl, M.A., Universität Graz
Digitale Videopraktiken und audiovisuelle (Selbst-) Darstellung bei Freerunning und Parkour

11.15-12.00 Dr. Florian Krautkrämer, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
GoPro-Vision: Die Produktion von Authentizität

12.00-12.30 Maximilian Jablonowski M.A., Universität Zürich
DRONIES – Ästhetik, Technik und Politik einer neuen Medienpraxis

12.30-13.30 Imbiss

13.30-14.15 Abschlussvortrag
Univ. Prof. Dr. Johanna Rolshoven, Universität Graz
Bild, Wahrnehmung und Bewegung

14.15-14.45 Schluss

Die Tagung erfolgt in Kooperation mit dem SNF–Projekt „Handyfilme“ am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) der Universität Zürich sowie am Institut für Theorie (ith) und dem Institut für Gegenwartskunst (IFCAR) an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)

Univ.Prof. Dr. Klaus Schönberger

Institut für Kultur-, Literatur- und Musikwissenschaft / Abtl.
Kulturanthropologie
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Universitätsstraße 65-67
A-9020 Klagenfurt

Tel. +43 463 2700 2011
Tel. +43 463 2700 2002 (Sekretariat: Frau Pappler)
e-Mail: klaus.schoenberger@aau.at<mailto:klaus.schoenberger@aau.at>

Wien: Tagungsankündigung „WIR SIND NIE URBAN GEWESEN“. VOM METROZENTRISMUS ZUR PLURALITÄT DES STÄDTISCHEN

Montag, 24. August 2015

„WIR SIND NIE URBAN GEWESEN“.
VOM METROZENTRISMUS ZUR PLURALITÄT DES STÄDTISCHEN

Im 21. Jahrhundert erfährt das Urbane angesichts eines nie dagewesenen Urbanisierungsgrades wissenschaftlich und gesellschaftlich eine Hochkonjunktur. Nicht jede Stadt erfüllt jedoch die gängigen Vorstellungen von Urbanität. Diese Konferenz konzentriert sich auf eine Bündelung kulturwissenschaftlichen und stadtplanerischen Wissens jenseits der Metropolen.

Meist sind es die Großstädte einer vermeintlich westlichen Moderne, die als paradigmatische Beispiele urbanen Lebens im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Klein- und Mittelstädte sowie Städte jenseits westlich-modernen Zuschnitts werden dagegen oft als defizitär, weniger entwickelt und weniger urban betrachtet. Sie wurden bisher auch seltener untersucht. In jüngster Zeit jedoch rücken kleinere und mittelgroße Städte sowie andere urbane Formationen, die nicht an die klassische europäische Großstadt gebunden sind, zunehmend in den Blick von Politik und Wissenschaft. Beiträge zum Alltagsleben in ganz unterschiedlichen Städten und Stadttypen sowie die ihnen zugrunde liegenden Stadtplanungen und Leitideen stehen im Zentrum der Konferenz. Was macht „Stadt“ und urbanes Leben in den verschiedenen Kontexten aus? Was wird Städten jenseits westlich-großstädtischen Zuschnitts symbolisch, politisch und sozial zugeschrieben? Welches symbolische Kapital verleiht welche Stadt?

weitere Informationen: http://www.middletownurbanities.com/

Programm:

Mittwoch, 07. Oktober 2015

Institut für Europäische Ethnologie | Universität Wien
Hanuschgasse 3, 1010 Wien

13:30–14:00 ANMELDUNG

14:00–15:00 EINFÜHRUNG

Begrüßung
Heinz Faßmann, Vizerektor, Universität Wien
Claudia Theune-Vogt, Dekanin, Universität Wien
Reinhard Kannonier, Rektor, Kunstuniversität Linz
Helmut Lethen, Direktor, IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Kunstuniversität Linz

Brigitta Schmidt-Lauber: Andere Urbanitäten

15:00–15:30 Kaffeepause

15:30–17:45 PANEL I: DIE PLURALITÄT DES STÄDTISCHEN
Moderation: Jens Wietschorke

Kirsten Rüther: Stadt und urbane Räumlichkeit. Reflektionen aus der auf das (post-)koloniale Afrika bezogenen Forschung
Thomas Hengartner: Temporäre Städte – zum Beispiel Davos
Evelyn Schulz: Zonen der Beschleunigung und „Entschleunigungsinseln“ im heutigen Tokyo: großstädtische Diversität am Beispiel von Shinjuku, Yanaka und Koganei

Volkskundemuseum
Laudongasse 15–19, 1080 Wien

19:00–19:30 KEYNOTE
Moderation: Ayşe Çağlar

Mark Jayne: Urban imaginaries for the 21st century

Donnerstag, 08. Oktober 2015

Institut für Europäische Ethnologie | Universität Wien
Hanuschgasse 3, 1010 Wien

09:30–12:15 PANEL II/1: URBANITÄT IN KLEIN- UND MITTELSTÄDTEN
Moderation: Clemens Zimmermann

Sabine Pollak: Learning von Gänserndorf
Georg Wolfmayr: „Wels – Es hätte schlimmer kommen können.“ Place-making in einer stigmatisierten Mittelstadt
Anna Eckert: Sich verorten. Hildesheim als lokale Praxis

12:15–12:45 Pause

12:45–18:00 EXKURSION NACH ST. PÖLTEN
Stadtführung und Diskussion: Jens de Buck, Franziska Leeb

Freitag, 09. Oktober 2015

Institut für Europäische Ethnologie | Universität Wien
Hanuschgasse 3, 1010 Wien

09:30–11:00 PANEL II/2: URBANITÄT IN KLEIN- UND MITTELSTÄDTEN
Moderation: Klara Löffler

Ton Matton: Das potemkinsche Dorf Gottsbüren – Soziale Wiederbelebung
Barbara Holub / Paul Rajakovics: Paradise Enterprise – ein exemplarisches Projekt für direkten Urbanismus in Judenburg (A)

11:00–11:30 Kaffeepause

11:30–13:00 PANEL III: NORMIERUNGEN DES URBANEN – ÖKONOMISIERUNG, NACHHALTIGKEIT, DIVERSITÄT
Moderation: Felix Ringel

Moritz Ege: Urbane Ethiken: Prozesse der Normierung des Urbanen
Nina Glick-Schiller: Thinking about urbanity within relational city making

13:00–14:00 SCHLUSSDISKUSSION
Schlusskommentar: Kathrin Wildner, Manfred Kühn

07.–09.10.15
KONFERENZ
INSTITUT FÜR EUROPÄISCHE ETHNOLOGIE
UNIVERSITÄT WIEN
HANUSCHGASSE 3
1010 WIEN

ÖSTERREICHISCHES MUSEUM FÜR VOLKSKUNDE
LAUDONGASSE 15–19
1080 WIEN

KONZEPTION: Anna Eckert, Brigitta Schmidt-Lauber, Georg Wolfmayr (Forschungsprojektgruppe “middletown urbanities”, Universität Wien), Sabine Pollak (Architektur | Urbanistik, Kunstuniversität Linz),

Eine Kooperation des IFK mit der Universität Wien (Institut für Europäische Ethnologie), dem
FWF und dem Institut Architektur | Urbanistik der Kunstuniversität Linz.