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Archiv für August 2009

Open-Access-Tage 2009

Freitag, 28. August 2009

Am 7. und 8. Oktober 2009 finden an der Universität Konstanz im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz die Open-Access-Tage 2009 statt. Details und Anmeldung unter:
http://open-access.net/de/aktivitaeten/openaccesstage/

Schwerpunkt der dritten Open-Access-Tage sind Aktivitäten rund um das Thema Open Access im gesamten deutschsprachigen Raum. Der Begriff Open Access vereint eine Vielzahl an Aktivitäten, deren gemeinsames Anliegen es ist, das kulturelle Erbe und das verfügbare wissenschaftliche Wissen weltweit frei zugänglich zu machen.

In Vorträgen und Workshops werden die Möglichkeiten des Publizierens via Open-Access und der freie Zugang zu Forschungsergebnissen umfassend thematisiert. Konferenz und Messe richten sich an Fachleute aus dem Bereich Open Access sowie an interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Entsprechend der geplanten Erweiterung der Informationsplattform auf den gesamten deutschsprachigen Raum erfahren auch die Open-Access-Tage in diesem Jahr eine solche Ausdehnung.

Durch die Erweiterung des Tagungsprogramms auf länderspezifische Inhalte wird das Fachpublikum aus Österreich, der Schweiz und Deutschland gezielt angesprochen. Behandelt werden unter anderem Themen wie die Rechtesituation in den einzelnen Ländern (D-A-CH), Geschäfts- und Finanzierungsmodelle, Open Data (der freie Zugang zu Forschungsdaten), Open-Access-Zeitschriften, Software- und Hostinglösungen für Repositorien, Erhebung statistischer Daten von Open-Access-Publikationen, Etablierung von Open Access in Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Aktionen zur ebenfalls im Herbst stattfindenden internationalen Open Access Week.

Parallel findet an beiden Veranstaltungstagen die Open-Access-Messe statt, auf der sich Open-Access-Projekte, -Verlage, -Zeitschriften und Repositorien vorstellen und verschiedene Dienstleister ihre Aktivitäten im Bereich Open Access präsentieren. Die Messeaussteller erhalten zudem die Möglichkeit, sich im Rahmen einer eigenen Session kurz vorzustellen.

Ergänzend bietet die Konferenz in diesem Jahr erstmalig die Gelegenheit, Ergebnisse von Qualifikationsarbeiten zu Open Access in einer Postersession zu präsentieren.

Die Open-Access-Tage (OAT 2009) werden von der Informationsplattform open-access.net und der Universität Konstanz in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft veranstaltet.

Weitere Informationen zu Open Access finden Sie auf der Informationsplattform open-access.net unter:
http://open-access.net/

Open-Access-Tage 2009 in Konstanz:
http://open-access.net/de/aktivitaeten/openaccesstage/ankuendigung/

Stellenausschreibung DFG-Drittmittelprojekt „Konsumentenarbeit (TU Chemnitz)

Freitag, 28. August 2009

Stellenausschreibung

An der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz, Professur Industrie und Techniksoziologie sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt im DFG-Drittmittelprojekt „Konsumentenarbeit. Zur Einbindung der Arbeitskraft von Konsumenten in den betrieblichen Produktionsprozess“ eine Stelle als

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
(Entgeltgruppe 13 TV-L)

sowie eine Stelle als teilzeitbeschäftigte/r
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
(50%; Entgeltgruppe 13 TV-L)

(oder alternativ drei Teilzeitstellen à 50%)

befristet auf 2 Jahre zu besetzen. Es ist geplant, bei erfolgreichem Verlauf der Arbeiten die Forschungen in einen Folgeprojekt weiterzuführen.

Die befristete Einstellung erfolgt gemäß den Regelungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) und des Sächsischen Hochschulgesetzes (SächsHSG) in der jeweils geltenden Fassung.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es empirisch aus der Perspektive einer subjektorientierten Soziologie und mit Bezug auf das Konzept des „Arbeitenden Kunden“ zu untersuchen, wie, warum und mit welchen Auswirkungen Betriebe zunehmend produktive Funktionen auf Konsumenten verlagern und sich Konsumenten daran beteiligen. Als empirische Grundlage dienen komplexe Betriebsfallstudien in ausgewählten Bereichen mit Fokus auf neue internetvermittelte Formen der Konsumentenarbeit. Auf Grundlage der Empirie wird zugleich die Entwicklung eines erweiterten Verständnisses der arbeitssoziologischen Konzepte „Betrieb“ und „Arbeit“ angestrebt.

Arbeitsaufgaben sind die Durchführung und Auswertung empirischer Erhebungen (Betriebsfallstudien und Konsumentenbefragungen) sowie komplementäre konzeptionell-theoretische Arbeiten zu den Themenfeldern
„Konsum“, „Betrieb“ und „Arbeit“. Von Bewerber/innen erwartet werden vertiefte Kenntnisse in den Bereichen
Arbeits- und Industriesoziologie und/oder der Konsumsoziologie und/oder der sozialwissenschaftlichen Internetforschung. Erforderlich sind außerdem vertiefte Kenntnisse und möglichst Forschungserfahrung in
qualitativer empirischer Forschung und/oder Online-Befragungen. (Für die ganze Stelle wird umfassende praktische Forschungs- und Organisationserfahrung in thematisch einschlägigen empirischen Projekten erwartet.)

Es besteht die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation. Einstellungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Fach Soziologie oder einer verwandten Disziplin,
welches zur Zulassung zum höheren Dienst berechtigt. Für die volle Stelle ist außerdem die Promotion erforderlich. Weiterhin sind die Einstellungsvoraussetzungen gemäß §§ 46 und 71 Sächsisches Hochschulgesetz zu erfüllen.

Die Technische Universität Chemnitz strebt einen hohen Anteil von Frauen in der Lehre und Forschung an. Qualifizierte Frauen sind deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis *03.09.2009* zu richten als pdf-Datei an
guenter.voss@phil.tu-chemnitz.de und frank.kleemann@phil.tu-chemnitz.de
oder postalisch an:

TU Chemnitz
Institut für Soziologie
Prof. Dr. G. Günter Voß / Dr. Frank Kleemann
09107 Chemnitz

cfp: Erfahrung kultureller Räume im Wandel

Mittwoch, 19. August 2009

CfP:
Erfahrung kultureller Räume im Wandel
Transformationsprozesse in ostdeutschen und osteuropäischen Regionen

Veranstalter: SFB 580 „Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch. Diskontinuität. Tradition. Strukturbildung, Teilprojekt A5 Erfahrungsräume und Erwartungshorizonte im Generationenumbruch“ an den Universitäten Jena und Halle-Wittenberg
Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger
Prof. em. Dr. Lutz Niethammer

Datum, Ort: 3. und 4. Dezember 2009, Jena
Deadline: 10.09.2009

Zwanzig Jahre nach dem Systemumbruch boomt die Erinnerungskultur an die Ereignisse von 1989/90: Wende, friedliche Revolution oder Umbruch stehen im Fokus aktueller zeitgeschichtlicher, kultur- und sozialwissenschaftlicher Forschungen ebenso wie in politischen Debatten mit Medienpräsenz. In Rückblicken auf den Fall der Mauer, auf die Öffnung der Grenzen, auf vielfältige Entgrenzungen und Wandlungsprozesse werden nicht nur Phänomene in ihrer Liminalität, sondern auch neue Barrieren, Grenzziehungen und Grenzverschiebungen sichtbar.

Die Transformation nach „Westvorlage“ ist in die Jahre gekommen. Der politisch-ökonomische ebenso wie der soziokulturelle Wandel generierte unterschiedliche Entwicklungsdynamiken in ostdeutschen und osteuropäischen Regionen. Einerseits entstanden prosperierende wirtschaftliche Zentren und kulturelle „Leuchttürme“, andererseits kam es infolge von umfangreichen Deindustrialisierungsprozessen und/oder regionalen Wanderungsbewegungen zur so genannten „Entleerung“ meist ländlicher Räume und Schrumpfung von Klein- und Mittelstädten. Die daraus resultierenden Herausforderungen, mit denen sich viele Menschen konfrontiert sahen und sehen, verstärken sich durch globale Finanzkrisen und demographischen Wandel.

Den deutungsmächtigen Meta-Narrativen des „Systemumbruchs“ folgend, haben sich Erfahrungsräume vor allem in Ostdeutschland und Osteuropa in den vergangenen zwei Dekaden gewandelt. Wirtschaft, Politik und sozialer Sektor gelten dabei als maßgebliche Indikatoren des Transformationsprozesses. Die anhaltenden unterschiedlichen Entwicklungsverläufe zwischen Ost- und Westdeutschland induzieren ein Überdenken der modernisierungstheoretischen Annahmen. Historische, regionale und kulturelle Determinanten müssen dabei neu fokussiert werden.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen zum einen Themen und Fragen, die historische, regionale oder kulturelle Determinanten in den Blick nehmen ebenso wie wechselseitige Einflüsse von Peripherie – Provinz – Metropole als Folie für die Transformation von kulturellen Deutungsmustern. Zum anderen soll im Spannungsfeld von Schwinden und Neuanfang im Systemumbruch nach zeitlichen, räumlichen und sozialen Verankerungen gefragt werden, nach individuellen und kollektiven Erfahrungen, nach Verarbeitungen der Umbrüche in unterschiedlichen Milieus und nach generativen wie intergenerativen Formatierungen.

Interessierte werden gebeten, Abstracts (maximal 2.000 Zeichen) zu folgenden Themen- und Fragestellungen, einen kurzen Lebenslauf und ggf. eine Liste relevanter Publikationen bis zum 10. September 2009 einzureichen:

• Wie verändern sich handlungskonstitutive Sinnsysteme und symbolische Ordnungen, deren Hintergrund den Menschen in der sozialen Welt Sinn und Bedeutung verleihen, durch Ereignisse wie dem Systemumbruch?

• Welche Determinanten prägten ostdeutsche und osteuropäische Regionen – zum Beispiel unterschiedliche Kulturlandschaften, historische Ereignisse, Konfessionen?

• Inwiefern haben sich mit dem Umbruch der politisch-ökonomischen Systeme auch die sozio-kulturellen Systeme, die kulturellen Konzepte verändert? Und wie wird dies in Handlungen und Praxen sichtbar?

• Schwanden mit den kommunistisch-sozialistischen Wertsystemen auch tradierte kulturelle Wertorientierungen, Sinnstrukturen und Deutungsmuster? Verändern sich kulturelle Konzepte in der gleichen Geschwindigkeit wie sozialökonomische Systeme?

• Kann man den Begriff „Erfahrungsraum“ auf ein Ereignis wie den „Systemumbruch“ reduzieren? Diachrone und synchrone Zugänge scheinen hier unabdingbar, um Sinnsysteme, die in die Erwartungshorizonte eingehen, erfassen zu können.

• Welche Formen von lokalem und regionalem Eigensinn sowie endogenen Potentialen lassen sich feststellen?

• Trägt der Transformationsprozess noch immer Merkmale des Liminalen, Liminoiden? Dies umfasst auch Fragen von lokalem und regionalem Eigensinn und endogenen Potentialen.
Abstracts an:

Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger

E-Mail: christel.koehle-hezinger@uni-jena.de

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Lehrstuhl für Volkskunde (empirische Kulturwissenschaft)
SFB 580, Teilprojekt A5

Zwätzengasse 3

07743 Jena
Tel.: 03641-94 43 90/94 43 91
Fax: 03641-94 43 92

Perspektiven der Kinder- und Jugendmedien-Forschung

Montag, 17. August 2009

Perspektiven der Kinder- und Jugendmedien-Forschung

Kolloquium, 30./31. Oktober 2009, Universität Zürich
Veranstalter: Universität Zürich, Institut für Populäre Kulturen, Abt.
Populäre Literaturen und Medien in Kooperation mit Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien SIKJM, Assoziiertes Institut der Universität Zürich

Programm und Abstracts zum Downloaden finden Sie unter http://www.ipk.uzh.ch/veranstaltungen/fachtagungen.php

 Anmeldungen bitte an  itom[at]ipk.uzh.ch  bis zum 30. September 2009.

Kinder- und Jugendmedien wandeln sich ständig, die allgemeine kulturelle bzw. mediale und gesellschaftliche Entwicklung gehen sie schnellen Schrittes mit. Wenn die Forschung zu Kinder- und Jugendmedien mit dieser Geschwindigkeit mithalten will, braucht sie interdisziplinären Austausch, Verständigung über anstehende Fragen und Aufgaben und kontinuierliche Ausbildung von NachwuchswissenschaftlerInnen.  Dem soll mit dieser Veranstaltung Rechnung getragen werden. VertreterInnen aus der Skandinavistik, Neuen deutschen Literaturwissenschaft, Publizistikwissenschaft, Filmwissenschaft und dem Fach Populäre Kulturen setzen sich in ihren Beiträgen mit verschiedenen Aspekten von Kinderbüchern, Kinderfernsehen und Kinder- und Jugendfilm auseinander und werfen Fragen nach der Kompetenz und Kreativität von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit interaktiven Medien auf, wobei angesichts immer realer werdender Virtualität auch auf das Aushandeln von Wirklichkeitsgrenzen eingegangen wird. Solchen Übergängen und Entgrenzungen widmet sich schliesslich ein Block von vier Beiträgen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Darstellung von Welt, Wissen, Abenteuer, Geschlecht und Identität in Fantasy bzw. phantastischen Kinder- und Jugendmedien befassen.  Der Schlussvortrag, für den Prof. Dr. Hans-Heino Ewers, Direktor des Instituts für Jugendbuchforschung an der Universität Frankfurt/M, gewonnen werden konnte, bringt mit der Frage, ob das Phänomen der Cross over-Literatur ein Segen oder Fluch für die Kinder- und Jugendmedienforschung sei, ein für die Perspektivierung dieses Forschungszweiges zentrales Problem auf den Punkt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Schweizerischen Institut für
Kinder- und Jugendmedien SIKJM statt, das sich auf diese Weise als
Assoziiertes Institut der Universität Zürich vorstellt.   Nebst den
Studierenden sind alle Interessierten inner- und ausserhalb der Universität eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

 

  
Programm

Freitag, 30. Oktober 2009
 
09:30 Begrüssung
Prof. Dr. Otfried Jarren, Prorektor Geistes- und Sozialwissenschaften Prof. em. Dr. Michael Böhler, Präsident des Stiftungsrats der Johanna Spyri-Stiftung

10:00 Einführung
Ingrid Tomkowiak und Christine Holliger

10:15 Krakel Spektakel – Sprachspiel und Medienreflexion
in skandinavischen Kinderbüchern der 1950er und 1960er Jahre Klaus Müller-Wille

11:15 Hodder gegen den Lion King: Referenzpunkte des Kinderfilms
in filmwissenschaftlicher Perspektive
Jan Sahli

12:00 Qualität im Schweizer Kinderfernsehen von 1960 bis 2008.
Evaluation und Optimierungskonzept
Sara Signer

12:45 Mittagspause  14:30 Kinder und Jugendliche in interaktiven
Medienwelten
Daniel Süss

15:15 «Von aktiver Partizipation und virtuellen Stolpersteinen.» Eine
Unter-suchung über die kreative Internetnutzung von Jugendlichen, ihre Kritikfähigkeit online und ihre Einstellung gegenüber Netzguidance Eve Hipeli

16:30 «Ich bin jetzt ein/e Autor/in.» Fiktionale Texte von Jugendlichen aus
bildungsfernem Umfeld in kulturwissenschaftlicher Perspektive Gerda Wurzenberger

17:15 Ende des Tagesprogramms
Samstag, 31. Oktober 2009

10:00 «Alternate reality games» – von der Verwischung der Grenze zwischen
Realität und Fiktion in Crossmedia-Spielanlagen Mela Kocher – Video-Vortrag aus San Diego, Ca

10:45 Realisierungen des Unmöglichen: Das Phantastische in neueren
Verfilmungen englischsprachiger Kinder- und Jugendliteratur Petra Schrackmann
 
11:45 «Alles da drin kann lebendig werden.» Bücher, Medien und Wissen in der
fantastischen Literatur
Christine Lötscher

14:00 Abenteurerinnen in der phantastischen Kinder- und Jugendliteratur
Manuela Kalbermatten

14:45 Maskerade und Identität. Der maskierte Held als Figurentyp populärer
Literaturen
Aleta-Amirée von Holzen

16:00 Schlussvortrag: Cross over-Literatur – Segen oder Fluch für die
Kinder- und Jugendliteratur-/medienwissenschaft?
Hans-Heino Ewers

16:45 Schlussdiskussion: Perspektiven der Kinder- und Jugendmedienforschung
 Moderation: Ingrid Tomkowiak

Masterstudiengang “Europäische Ethnologie / European Ethnology (Bamberg)

Donnerstag, 13. August 2009

Zum Wintersemester 2009/10 startet an der Universität Bamberg der nicht-konsekutive

Masterstudiengang “Europäische Ethnologie / European Ethnology”.

Gegenstand des Studiums und Berufsperspektiven:
Das Studium im Magisterstudiengang “Europäische Ethnologie” befähigt die Absolventen und Absolventinnen, kulturelle Äußerungen zu verstehen, zu interpretieren und zu vermitteln.

Konkret geht es um Identität und Lebensstile, um das Verhältnis zwischen den Geschlechtern und den Generationen, um populäre Ästhetik (“Volkskunst”), Zeichen, Symbole und Gebärden, Kleidung, Nahrung, Bauen und Wohnen, Fest und Brauch, Religion und Frömmigkeit, populäres Wissen (z.B. Heilkunde, Esoterik, Aberglaube), traditionelle und moderne Erzähl- und Lesestoffe. Über Gegenstände und Arbeitsfelder allein ist die Disziplin jedoch nicht hinlänglich zu definieren. Erst aus ihren Betrachtungsweisen und kulturanalytischen Problemstellungen entsteht das spezifisch Ethnologische (Enkulturation versus Akkulturation; Kommunikations- und Diffusionswege, Wandel kultureller Phänomene in Raum und Zeit, Verhältnis von Individuum und Gruppe, von Kreativität und Kulturindustrie). Die Beschäftigung mit diesen Themen und Gegenständen bereitet Sie auf eine berufliche Laufbahn in den Bereichen der Kultur- und Bildungsvermittlung, der Medien oder der Wissenschaft vor. Über das Modul “Gender & Diversity” kooperieren wir mit der “Virtuellen Hochschule Bayern”.

Voraussetzungen:
 ° ein mindestens mit der Note 2,5 abgeschlossenes Bachelor-Studium (oder ein gleichwertiger Abschluss) mit dem Haupt- oder Nebenfach Europäische Ethnologie (Volkskunde; Empirische Kulturwissenschaft; Kulturanthropologie, Cultural Studies, Social Anthropology) oder einem vergleichbaren Abschluss in Geschichte, Soziologie; Kunstgeschichte; Kulturgeographie; Historischer Geographie; Kommunikationswissenschaft.
 ° Sprachkenntnisse in Englisch und einer weiteren modernen Fremdsprache – diese sind gegebenenfalls auch nachholbar.

Dauer & Aufbau des Studiums:
Der Masterstudiengang ist auf einen Beginn zum Wintersemester und eine Regelstudienzeit von vier Semestern ausgelegt.

Angeboten werden folgende Module:
 ° Europäische Kulturen,
° Wissenstransfer und Museum,
° Gegenstände des aktuellen Fach- und Methodendiskurses, ° Gender & Diversity, sowie Exkursionen.

 Während des Studiums sind
° berufsbezogene Praktika,
° ein Wahlpflichtmodul aus dem Angebot der Universität Bamberg und ° Leistungen aus dem Studium Generale nachzuweisen.

Standortvorteile:
Sie studieren in der Weltkulturerbestadt Bamberg mit einem breiten Angebot an Studien- und Forschungsobjekten. Der Studiengang ist in einer Fakultät angesiedelt, in der engagierte Professoren und Professorinnen aus den klassischen und modernen Philologien, der Archäologie, Denkmalkunde, Geographie, Germanistik, Geschichte, Kommunikationswissenschaft, Kunstgeschichte, Orientalistik und Philosophie gemeinsam forschen und lehren.

Bewerbungsfristen für das WS 2009/10:
Die Immatrikulation ist bis zum 9. Oktober 2009 möglich. Bewerben Sie sich bitte per Online- Formular (zu finden im Bereich “Studium: Einschreiben & Bewerben” auf der Homepage der Universität Bamberg) mindestens vier Wochen vorher.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Lehrstuhls: http://www.uni-bamberg.de/euroethno/
oder
über die Fachstudienberatung:  
Susan Gamper M.A.
susan.gamper@uni-bamberg.de
Telefon: 0951 863 2336

wiss. Mitarbeiter/-in (Münster)

Donnerstag, 13. August 2009

Stellenausschreibung

am Seminar für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist vom 01. Oktober bis 31. Januar 2010 die 

1/2 Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines wissenschaftlichen Mitarbeiters

zu besetzen. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 19 Stunden und 55 Minuten Bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen erfolgt die Eingruppierung in die Entgeltgruppe TV-L 13. Nach dem 31. Januar 2010 besteht mutmaßlich die Möglichkeit der Verlängerung der Stelle bis zum 31.10.2010 und die Aufstockung der Stelle auf eine volle Stelle mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von zurzeit 39 Stunden und 50 Minuten.

Der Stelleninhaberin/ dem Stelleninhaber obliegt die Lehre im BA-Studiengang Kultur- und Sozialanthropologie sowie im Masterstudiengang Kulturanthropologie/ Volkskunde mit insgesamt 2 Lehrveranstaltungsstunden, die fachliche Beratung der Studierenden sowie administrative Aufgaben.

Einstellungsvoraussetzungen sind ein akademischer Abschluss im Fach Volkskunde, Europäische Ethnologie, Empirische Kulturwissenschaft oder Kulturanthropologie und wenn möglich Lehrerfahrungen in den angegebenen Studiengängen. Erwünscht sind Eigeninitiative, Einsatzbereitschaft und Teamfähigkeit.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis zum 10. August 2009 zu richten an

Geschäftsführende Direktorin des
Seminars für Volkskunde/Europäische Ethnologie
Frau Prof. Dr. Ruth-E. Mohrmann
Scharnhorststraße 100
48151 Münster

 

Inter-City-Kultur

Donnerstag, 13. August 2009

 Inter-City-Kultur
Leben in der Suburbia

Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde (SGV)

18.-19. September 2009, Wettingen

weitere Informationen: Flyer_SGV09

Masterstudiengang “Museumsmanagement und -kommunikation” (Berlin)

Donnerstag, 13. August 2009

Zum 1. Oktober 2009 beginnt der neue, bundesweit einmalige Masterstudiengang “Museumsmanagement und -kommunikation” an der HTW Berlin. Noch haben Interessierte Zeit sich bis zum 20. August für das viersemestrige Studium zu bewerben.

Die Lehrinhalte umfassen zwei Schwerpunkte. Vermittelt werden
a) Kenntnisse und Fertigkeiten, um visuelle Angebote zur Information, Präsentation und Vermittlung in Museen und anderen Kultureinrichtungen einzeln oder im Verbund zu konzipieren und zu realisieren.
b) Theorien, Instrumente und Methoden des Managements kultureller Dienstleistungen in Museen und anderen Kultureinrichtungen.

Als Studienvoraussetzung gilt der Nachweis eines ersten akademischen Grades (z.B. Bachelor mit mindestens 180 Leistungspunkten):

1. Bachelorabschluss Museumskunde oder
2. Bachelor- oder Master degree oder einen anderen vergleichbaren akademischen Abschluss in einem vergleichbaren Studiengang oder 3. nach Massgabe freier Plätze, wer einen erfolgreichen Hochschulabschluss in einem kultur-, wirtschafts- oder ingenieurwissenschaftlichen Studiengang nachweisst und ausgewählte Brückenkurse erfolgreich absolviert.

 Weitere Informationen finden Sie hier:
Allgemeine Studieninformation
http://www.htw-berlin.de/documents/Studienberatung/Studiengaenge/Museumsmanag_kommunikation_M.pdf

Informationsbroschüre
http://home.htw-berlin.de/~rump/ma-mmk.pdf

Ist das jüdisch?

Donnerstag, 13. August 2009

Tagungsankündigung

Ist das jüdisch?
„Jüdische Volkskunde“ im historischen Kontext

19.11. – 20.11.2009
Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien
Veranstalter:
Österreichisches Museum für Volkskunde, Wien
Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten

Die Tagung „Ist das jüdisch? Jüdische Volkskunde im historischen Kontext“ beschäftigt sich mit den Themen der  jüdischen Volkskunde, also Alltagskultur, Ritualen und Bräuchen, und deren Rezeption, Deutungen und Kontextualisierungen durch jüdische wie nichtjüdische WissenschafterInnen und jüdische wie nichtjüdische Museen. Ausdrücklich interdisziplinär orientiert, vereinigt sie ForscherInnen aus den Gebieten der Geschichte, Kunstgeschichte und Volkskunde/Empirischer Kulturwissenschaft sowie MitarbeiterInnen jüdischer Museen und Volkskundemuseen. Über die Diskussion des aktuellen Forschungsstandes hinaus ist es Ziel der Tagung, eine Plattform für zukünftige Forschungskooperationen und -projekte aufzubauen. Die Jüdische Volkskunde, um 1900 als Reaktion auf die veränderten Lebenssituationen, auf den Wandel der Werte und Normen in der jüdischen Gesellschaft ins Leben berufen, trug bis in die 1930er Jahre wesentlich zur wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Verortung des Judentums bei. Nach der Schoa geriet sie in Mitteleuropa nahezu in Vergessenheit. Eine intensivere Auseinandersetzung mit dieser Disziplin fand in den deutschsprachigen Ländern erst in den 1980er Jahren statt, jüngere Forschungen stammen auch aus den USA und Israel. Der wissenschaftlich-kategorisierende Blick der jüdischen (aber auch der nichtjüdischen) Volkskunde formulierte, was „jüdisch“ war, sammelte und archivierte Rituale und Bräuche, nicht zuletzt um sie in einer Zeit des Wandels jüdischen Lebens vor dem drohenden Vergessen zu bewahren. Vermeintlich marginale, heute nicht mehr in diesem Kontext behandelte Themengebiete wie die jüdische Namenskunde gerieten dabei ebenso ins Blickfeld wie zu jener Zeit aktuelle volkskundliche Fragestellungen, so etwa die Frage nach der Authentizität des Ostjudentums.
Der internationale Workshop im Österreichischen Museum für Volkskunde mit TeilnehmerInnen aus sieben Ländern will einen Überblick über die gegenwärtige Forschungslandschaft gewinnen, aber auch neue Forschungsimpulse diskutieren. Wissenschaftsgeschichtliche Überlegungen über Kontinuitäten und Wandel des Jüdischen im Spiegel der „Jüdischen Volkskunde“ sollen ebenso im Fokus der Tagung stehen wie einzelne Forscher und Sammler und deren unterschiedliche Zugänge. Mit ihrem transdisziplinären Ansatz bietet die Veranstaltung ein Forum nicht nur für den wissenschaftlichen Austausch, sondern überwindet auch die Grenzen zur Museologie und praktischer Ausstellungsarbeit.

Tagungsprogramm
Donnerstag, 19. November 2009

9.00-9.15 Uhr
Begrüßung

Panel I: „Jüdische Volkskunde“? Historische und aktuelle Annäherungen

9.15-10.00 Uhr
Prof. Dr. Christoph Daxelmüller (Würzburg)
Hamburg, Wien, Jerusalem. Max Grunwald und die Entwicklung der jüdischen Volkskunde zur Kulturwissenschaft 1898 bis 1938

10.00-10.45 Uhr
Univ.-Doz. Dr. Klaus Hödl (Graz)
Zur Entdeckung der jüdischen Volkskunde

10.45-11.15 Uhr Kaffeepause

11.15-12.00 Uhr
Prof. Dr. Joachim Schlör (Southampton)
Jewish Cultural Studies: eine neue Heimat für die jüdische Volkskunde?

12.00-12.45 Uhr
Dr. Eberhard Wolff (Zürich)
Von der jüdischen Volkskunde zur Kulturwissenschaft des Jüdischen? Medizin, Gesundheit, Körper

12.45-14.30 Mittagspause

Panel II: Jüdische Volkskunde in Museen

14.30-15.15 Uhr
Mag. Bernhard Purin (München)
„Der Sieg der Kunst über die Vorschriften des Cultus“. Jüdische Ritualgegenstände in Ausstellungen und Museen.

15.15-16.00 Uhr
Dr. Felicitas Heimann-Jelinek (Wien)
Welches Volk und welche Kunde? Die jüdische Volkskunde im Dienste des identitätsstiftenden Museums

16.00-16.30 Uhr Kaffeepause

16.30 -17.15 Uhr
Dr. Margot Schindler (Wien)
„Alter Jude, Ton, glasiert“ – Spuren des Jüdischen im Österreichischen Museum für Volkskunde

17.15-18.00
Magda Veselská (Prag)
Jüdische Volkskunde in den tschechischen Ländern vor dem Zweiten Weltkrieg

Freitag, 20. November 2009

Panel III: Alltagskultur/Bräuche/Rituale: Judentum und Identität / Identitäten des Judentums I

9.00-9.45 Uhr
PD Dr. Martha Keil (St. Pölten)
Ist das noch jüdisch? Jüdische Rituale und ihre Zuordnungen

9.45-10.30
Dr. Peter Hörz (Bonn)
Jüdische Kultur im Burgenland – Überlieferungen, Bilder, Vorstellungen

10.30-11.00 Kaffeepause

11.00-11.45 Uhr
Dr. Barbara Staudinger (St. Pölten/Wien)
Der kategorisierende Blick: Jüdische Volkskunde und die Verortung des Judentums

11.45-12.30 Uhr
PD Dr. Stefan Litt (Jerusalem)
Das Normative als volkskundliches Narrativ: Die Edition von innerjüdischen normativen Quellen durch deutsch-jüdische Volkskundler vor 1933

12.30-14.00 Uhr Mittagspause

Panel IV: Alltagskultur/Bräuche/Rituale: Judentum und Identität / Identitäten des Judentums II

14.00-14.45 Uhr
Dr. Naomi Feuchtwanger-Sarig (Ann Arbor / Tel Aviv)
Sowing the Seeds of the Pomegranate: The Journal Rimon-Milgroim and its Role in History of Jewish Art

14.45-15.30 Uhr
Dr.-Ing. Ulrich Knufinke, M.A. (Braunschweig)
Zur „Entdeckung“ der historischen Synagogen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts: architekturgeschichtlich-volkskundliche Forschung und ihre Resonanz im Synagogenbau

15.30-16.00 Uhr Kaffeepause
16.00-16.45 Uhr
Dr. Yvonne Kleinmann (Leipzig)
Jüdische Ethnographie – Ethnographie der Juden. Über jüdische und andere Volkskundler und Völkerkundler im Russländischen Reich
16.45-17.30 Uhr
Samuel Spinner (New York)
The Museum of the Jews: Literature and Ethnography in Germany and Eastern Europe

Zusammenfassung

17.30-18.00 Uhr
Prof. Dr. Bernhard Tschofen (Tübingen)
Jüdische Volkskunde? Agenden, Hypotheken, Perspektiven (Tübingen)

Tagungsorganisation:

Mag.a Birgit Johler, birgit.johler@volkskundemuseum.at
Dr. Barbara Staudinger, barbara.staudinger@injoest.ac.at

Assistenz für Kultur- und Kunsttheorie, 50%

Dienstag, 11. August 2009

Im Departement Kunst & Medien, Studiengang Master of Arts in Fine Arts, suchen wir
per 1. November 2009 oder nach Vereinbarung eine

 Assistenz für Kultur- und Kunsttheorie, 50%

 Wir suchen eine/n junge/n qualifizierte/n Theoretiker/in im Tätigkeitsbereich Theorie der Kultur, Kunst und Medien.

Ihre Aufgaben umfassen die Unterstützung bei der Betreuung von diskursiven, studentischen Arbeiten, die Assistenz in Seminaren und Kolloquien, die Durchführung von eigenen Lehrveranstaltungen.

Sie verfügen über ein umfangreiches Wissen in der Kultur-, Kunst- und Medientheorie, sowie Kunstgeschichte. Sie bringen einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation mit und Sie verfügen über erste Publikations- und Forschungserfahrung. Wir erwarten Offenheit und Interesse an der Zusammenarbeit mit Studierenden, Initiative, Dialog-, Integrations- und Teamfähigkeit, sowie regelmässige Verfügbarkeit.

Wir bieten Ihnen eine interessante Arbeit mit herausfordernden Studenten/innen und einem internationalen Netz von Künstlern/innen und Theoretikern/innen als Lehrkräfte in einem noch im Aufbau befindlichen Master-Programm. Das Arbeitsumfeld erlaubt Ihnen, neben der Unterrichtsassistenz eigene Arbeiten zu verfolgen oder Forschungsprojekte zu konzipieren und diese hochschulintern oder in Kooperation mit in- und ausländischen Hochschulen durchzuführen.

Die Stelle ist befristet auf drei Jahre. Eine Verlängerung um zwei weitere Jahre ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Das Gehalt richtet sich nach der Besoldungsverordnung des Kantons Zürich. Der Arbeitsort ist Zürich.

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis am 11. September 2009 an folgende Adresse:
Zürcher Hochschule der Künste, Personalabteilung, Chantal Hug, chantal.hug@zhdk.ch,
Vermerk: “Assistenz Theorie MAF”, Ausstellungsstrasse 60, Postfach, 8031 Zürich.

Auskünfte erteilt Ihnen: Prof. Ulrich Görlich, ulrich.goerlich@zhdk.ch
Informationen zum Studiengang Master of Arts in Fine Arts finden Sie unter: dmk.zhdk.ch