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Doktorand/Doktorandin: Einstellungen von Kindern und Eltern zu interkulturellen und interreligösen Themen in jüdisch/nicht-jüdischen Familien

Gesucht: Doktorand/Doktorandin zur Ausarbeitung eines Forschungsprojektes zum Thema:
Einstellungen von Kindern und Eltern zu interkulturellen und interreligösen Themen in jüdisch/nicht-jüdischen Familien

Inhalt:
Interkulturelle und interreligiöse Beziehungen und Ehen sind inzwischen normaler Bestandteil der globalisierten Gesellschaft. Ein spezifisches Beispiel hierfür sind Ehen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Partnern. 50% der Schweizer Juden heiraten eine nicht-jüdische Person. Aus Sicht der jüdischen Gesellschaft ist diese Tatsache brisant, bildet doch die Erhaltung der Gruppe (massgeblich gewährleistet durch die Heirat mit einem jüdischen Partner) für die Juden in der Diaspora seit Jahrhunderten einen elementaren Bestandteil ihrer Kultur. Vor allem für jüdische Männer stellen nicht-jüdische Heiraten ein Problem dar, da Judentum in einem Teil der jüdischen Gemeinschaft über die maternale Linie weitergegeben wird.

Eine qualitative Untersuchung soll anhand von Interviews mit Betroffenen der Frage nachgehen, wie solche gemischten Familien mit den Themen und Problemen, die sich aus dieser Situation ergeben, umgehen. Interviewt werden Kinder und Präadoleszente im Alter von 7-14 Jahren, die in jüdisch/nicht jüdischen Familien leben; evtl. auch etwas ältere Jugendliche, die diese Lebensphase vor kurzem abgeschlossen haben. Mit Hilfe von Interviews sollen religiöse und kulturelle Einstellungen sowie dazugehörige Bewältigungsstrategien der Kinder und Präadoleszenten wie auch ihr Umgang mit Institutionen (Schulen, Gemeinden, ausserschulischer Religionsunterricht, Jugendbund) erhoben und analysiert werden. Ebenso ist vorgesehen, die jeweiligen Elternteile zu befragen.

Untersuchungsort:
Schweiz

Anstellung:
Vorerst drei Monate für die Ausarbeitung eines detaillierten Forschungsprojektes, das beim Schweiz. Nationalfonds oder einer anderen Förderinstitution eingereicht werden soll. Ist die Einwerbung erfolgreich, erfolgt eine Anstellung als Doktorandin/Doktorand (in der Regel drei Jahre). Zwischen diesen beiden Anstellungen liegt allerdings eine Phase ohne Anstellung.

 Wir erwarten:
-        Abgeschlossenes Studium der Kulturanthropologie/Europäischen Ethnologie
-        Fundierte Kenntnisse qualitativer empirischer Methoden, erwünscht auch Forschungs- oder pädagogische Erfahrung mit Kindern
-        Kenntnisse in den Bereichen Transkulturalität und/oder interreligiöse Beziehungen
-        Vertrautheit mit der jüdischen Kultur und mit der Schweiz 

Anstellungsort:
Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel, Spalenvorstadt 2, Postfach, 4003 Basel, 0041 61 267 12 41

Fragen und Ihre elektronische Bewerbung richten Sie bitte bis 19. März an kulturwissenschaft@unibas.ch

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